Xterra Griechenland

von Peter Lehmann

2 Wochen nach dem XTERRA auf Malta wollte ich beim Rennen in Griechenland endlich zeigen, woran ich über den Winter so viel gearbeitet hatte. 30 Grad und Sonne begrüßten uns am Freitag nach unserer Anreise auf dem Flughafen in Athen. Die Vorzeichen für eine Hitzeschlacht standen also schon sehr gut. Das Starterfeld beinhaltete zudem auch nahezu alles was Rang und Namen in Europas XTERRA Zirkus hat.
Am Samstag stand dann der obligatorische Streckencheck auf dem Programm. Fazit-viele Schotterwege, wenige, aber dafür sehr steinige Trails und eine Laufstrecke, die es in sich hat. Nach der Pressekonferenz und dem Briefing ging es dann auch zügig ins Bett um am Morgen fit zu sein!

Am Renntag erfolgte dann kurz nach 9 Uhr Ortszeit der Start. Zwei Runden wurden im 19 Grad warmen Mittelmeer in der wunderschönen Bucht Vouliagmenis geschwommen. Ich konnte mich von Anfang an in der zweiten Gruppe platzieren und dort auch gut für Tempo sorgen. Mit knapp 1:20min Rückstand auf die Spitze konnte ich meine Schwimmleistung von Malta bestätigen und steig als Achter auf mein Conway. Auf dem Rad startete ich dann relativ verhalten und versuchte mein eigenes Rennen zu machen. Besonders an den kurzen steilen Rampen hieß es nicht zu viel zu investieren um nicht komplett zu übersäuern. Die zwei Radrunden verliefen problemlos und knapp 340 Watt im Durchschnitt sprechen denke ich für sich. Aufgefallen ist mit, dass ich zum einen auf den steinigen Trails teilweise wichtige Meter verloren habe, daran gilt es noch zu arbeiten. Zum anderen fehlen mir noch ein paar Watt an den steilen Rampen, die gilt es über die Saison noch zu finden.


Nachdem mich Kris Coddens (BEL) und Xavier Dafflon (SUI) ein- und überholt hatten, startete ich zusammen mit Doug Hall (GB) und Dominik Wychera (AUT) als Elfter auf die Laufstrecke. Den ersten flachen Kilometer lief ich dann noch relativ locker, da der darauffolgende Anstieg nicht mit Länge und Steilheit geizte. Doug und Dominik konnte ich trotzdem schon auf dem Flachstück etwas distanzieren. Zum Ende der ersten Runde konnte ich auf Gregoris Souvatzoglou (GR) auflaufen und war somit auf Platz 9. Kurz vor der Abbiegung auf die zweite Runde lief ich auf Maxim Chane (FR), dem 2. Platzierten vom XTERRA Zypern, auf. Auf Platz 8 lief ich die zweite Runde dann kontrolliert zu Ende. Die 1:30min auf Xavier Dafflon wären beim besten Willen nicht drin gewesen, also warum dann komplett abschießen!?
Sehr zufrieden überquerte ich nach 2:22:31 h die Ziellinie auf Platz 8! 

Ich bin froh nach dem Rennen in Malta und dem Trainingswettkampf beim Duathlon in Braunsbedra wieder ein „normales“ Renngefühl gehabt zu haben!
Am Abend nach dem Rennen ging es mit den Freunden der O-See-Challenge zum Abendessen, Erlebnisse austauschen und die überteuerten griechischen Speisen genießen;-) Neue Leute kennenlernen und Länder bereisen, auch das ist ein Teil dieses faszinierenden Sports!
Weiter geht’s in 3 Wochen beim neuen Rennen der XTERRA European Tour dem XTERRA Italy am Gardasee!

Viele Grüße, Peter

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