Lauf
Ultracycling Monaco di Baviera Classic
von Robert Müllers
Einmal quer durch die Alpen bei der Monaco di Baviera Classic, körperlich hart, mental aber nochmal eine ganz andere Nummer. Ein Ultracycling Event, bei dem es weniger um Platzierungen geht, sondern vor allem darum, überhaupt durchzukommen.
Die größte Herausforderung war dabei nicht nur die körperliche Belastung, sondern vor allem der mentale Aspekt: ständig Entscheidungen treffen, wo esse ich, wo schlafe ich, wie lange fahre ich noch? Dazu kamen die Hitze und die kaum vorhandene Regeneration, wodurch die Erschöpfung von Tag zu Tag eher größer wurde. Irgendwann schmerzten die Adduktoren, an Händen und Füßen bildeten sich Blasen und sitzen war zeitweise kaum noch möglich.
Meine Strategie war, abends möglichst lange zu fahren, um morgens mit einem guten Gefühl in den Tag starten zu können. Besonders in Erinnerung bleiben werden mir der Passo Stella, die Dolomiten und der Großglockner in den frühen Morgenstunden.
Im Ziel überwog vor allem Erleichterung. Mental war dieses Rennen unglaublich fordernd, aber genau das macht die Monaco di Baviera Classic zu einem Erlebnis, das lange nachwirkt