Leichtathletik
Sächsischer Verein kann mit den „Großen“ mithalten
von Daniela Hempel
Bereits zum zweiten Mal war die Startgemeinschaft Planeta Elbland der einzige sächsische Verein, der ein Team in der MU20 bei den Deutschen Meisterschaften an den Start brachte.
Der Qualifikationswettkampf dafür fand im Mai in Berlin statt. Mit 1000 Punkten mehr als letztes Jahr hatten wir eine gute Grundlage geschaffen, um unter die besten 8 Teams in Deutschland zu kommen. Als siebtbeste Mannschaft wurden wir nominiert und durften am 12.09. nach Troisdorf fahren. Eine weitere Neuerung: wir haben unsere Startgemeinschaft noch mit 2 Athleten der SG Vorwärts Frankenberg verstärkt.
Natürlich wurde im Vorfeld geplant, gerechnet und vielleicht auch mit einem Treppchenplatz geliebäugelt. Dazu mussten wir in Topbesetzung an den Start gehen. Dies gelang uns leider nicht und so mussten wir auch in diesem Jahr das Beste geben und das Ziel neu definieren: wir werden keinesfalls Letzter.
Das Sportler gute und schlechte Tage haben, ist bekannt. Deshalb lief es auch bei den Deutschen Meisterschaften nicht immer optimal oder super. Unsere Mannschaft musste v. a. in den Wurfdisziplinen auf wertvolle Punkte verzichten. Dennoch haben die Jungs der Startgemeinschaft bewiesen, dass sie immer für eine Überraschung gut sind. Am spannendsten war der Hochsprung. Tim Rudolph lief 5 Minuten vorm Hochsprung mal eben die 110m Hürden in einer neuen persönlichen Bestzeit, um sich dann Zentimeter um Zentimeter nach oben zu springen. Mit einer Bestleistung von 1,80m im Gepäck sorgte er für regelmäßigen Jubel mit jeder neu übersprungenen Höhe und am Ende hieß seine neue Bestleistung: 1,87m. Damit sicherte er sich ganz nebenbei noch den Vereinsrekord in der U20, der bisher bei 1,85m lag.
Nebenan auf der Anlage sprang Lennard Karl Protz ebenfalls neue Bestleistung (1,66m) und holte damit als zweiter Hochspringer wertvolle Punkte fürs Team.
Aber auch andere Sportler gaben an dem Tag alles und stellten neue Bestleistungen auf. Anton Illgen warf den Diskus erstmals auf 28,33m, Frantz Pirrong lief die 100m in starken 11,40s, Lennard Karl Protz stieß die Kugel auf 9,16m und warf den Speer 36,91m weit. Die Läufer standen dem in Nichts nach: Vitus Johannes Krause lief die 800m in 2:07,97min. All das sind Bestleistungen gewesen. Die anderen Punkte und Sportler sollen jedoch nicht ignoriert werden, denn jeder einzelne davon war wichtig. Ari und Loki Herrmann kamen nah an ihre Bestleistungen im Stabhochsprung heran. Anton Aschenbach und Magnus Wagner liefen jeweils eine 53er Zeit über die 400m. Ben Emilio Reif spulte sowohl 800m als auch 3000m an dem Tag souverän ab. Jules Hempel blieb nur 3m unter seiner Bestleistung im Speerwurf und Emilo Knöfel (jetzt Jursa) sprang sehr gute 5,90m weit.
Das spannende Finale bildete der Staffellauf. Staffel 1 in der Besetzung Knöfel – Aschenbach – Herrmann – Pirrong lieferte auch für unsere Startgemeinschaft eine neue Bestzeit mit 44,85sek.
Damit ließen wir am Ende 2 Mannschaften hinter uns und waren über Platz 6 wirklich glücklich.
Die Erlebnisse rings um den Wettkampftag waren jedoch genauso wertvoll. Gemeinsame Mahlzeiten, lachen, Übernachtungen und sich anfeuern trug zu einer entspannten und vertrauten Atmosphäre bei.
Jedes Team braucht natürlich auch seine Trainer und Organisatoren, damit es läuft und der Mannschaft Sicherheit vermittelt. Davon hatten wir reichlich dabei und jeder hatte seine Aufgabe: Fotos machen, coachen, für die Verpflegung und den Transport sorgen, motivieren oder um pünktlich die Startkarten abzugeben. Danke an Maria, Ela, Pascal, Rene, Frank, Dietmar, Erik und Bianca.
Im nächsten Jahr wollen wir noch einmal antreten und natürlich haben die Sportler Pläne: sich zu verbessern und vielleicht auch mal eine Medaille mit nach Hause nehmen.