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Auf den Spuren der erzgebirgischen Bergbau- und Schmiedekunst

von Thomas Jänicke

Wanderung am 1.7.2017 durch das romantische Tal der Schwarzen Pockau

Pünktlich 9.30 startete unsere letzte Wanderung vor den Sommerferien an der Schwarzbeerschänke im schönen Schwarzwassertal.

Nachdem Wanderleiter Reinhard Fartak  die gemischte Truppe der Wanderfreunde von unserem Verein gebührend begrüßt und die Essenswünsche für Mittag an das Gasthaus weitergeleitet hatte, ging es zunächst leicht ansteigend an der Schwarzen Pockau entlang Richtung Kühnhaide.

Alle waren gut gelaunt, da sich das mittlere Erzgebirge nach dem starken Regen der letzten Tage in bestem Wanderwetter präsentierte. Nach ca. 6 km, etwa 3 km Luftlinie vor dem Erzgebirgskamm bzw. vor der böhmischen Grenze gab es die erste Trinkpause.

Danach folgten wir dem Wegweiser zum „Waldcafe“ und stiegen etwas steiler zum sogenannten Grünen Graben empor. Dort angekommen hatte ein vermutlicher Nachfahre von Anton Günther, also ein uriger Erzgebirgler unter einer Zeltplane sein Cafe eingerichtet. Jeder Gast bekam den Kaffee handgemahlen und gebrüht serviert. Eine liebevolle Art,  zum Trinken war es für uns allerdings noch zu zeitig.

Von hier wanderten wir immer fast auf gleicher Höhe bleibend auf dem ehemaligen Grabensteig zurück Richtung Pobershau. Der Grüne Graben ist ein im 17. Jahrhundert am Berghang oberhalb der Schwarzen Pockau angelegter Kunstgraben von 8 km Länge, der früher Aufschlagswasser zu den Gruben bei Pobershau leitete. Zwischen 1974 und 1981 wurde der Grüne Graben instand gesetzt.

Bei interessanten Gesprächen und herrlichen Blicken wanderten wir vorbei an der Teufelsmauer, verließen später den Grünen Graben und gelangten zum Katzenstein, dessen Ausblick uns noch mal die Schönheit der Landschaft vor Augen führte. Nach kurzen Auf- und Abstiegen kamen wir hungrig und durstig an der Schwarzbeerschänke an und wurden auch freundlich empfangen und bedient. Die Tour hatte eine Länge von 12,5 km.  Ca. 200 Höhenmeter wurden im Auf- und Abstieg bewältigt.

Der 2. Teil unseres Ausfluges führte uns in die Erzgebirgsstadt Olbernhau, die in ihrer Geschichte viel wärmebedürftige Industrien beherbergte. Die umliegenden Wälder wurden mehrfach für Schmelz-, Schmiede- und Walzwerke abgeholzt.

Im Ortsteil Grünthal, der sogenannten Saigerhütte sind jetzt noch museale Kostbarkeiten insbesondere der Kupferschmiedekunst zu sehen. Wir gönnten uns eine Führung, die höchst kompetent und auch ein bissel emotional war. Dankbar haben wir uns im Gästebuch des Museums „verewigt“.

Nach einem leckeren Kuchen oder Eis im Hüttencafe traten wir zufrieden den Heimweg an.

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