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Wanderung "Seifersdorfer Tal" 20.01.2024

von Silke Greinke

von Evelyn Lange und Waltraud Steinhaus

Pünktlich brachten die Züge uns Wanderer aus Meißen, Coswig und Radebeul nach Langebrück. Wie geplant begann dort 9:20 Uhr unsere Wanderung zum Seifersdorfer Tal. Da wir in der „Marienmühle“ zur Mittagspause nun doch im Mühlenraum sitzen würden, konnten 29 Wanderer teilnehmen.

Unser Weg führte uns zuerst über z. T. tief verschneite Wald- und Wiesenwege nach Liegau – Augustusbad. Nach einer kleinen Pause begann unsere wildromantische Tour durch den sehr schönen Landschaftspark – das Seifersdorfer Tal – das Tal der Großen Röder. Das Tal erstreckt sich beidseitig der Großen Röder.

Ab 1781 ließ Johanna Christina Margarethe (genannt Tina) von Brühl diese Parklandschaft im Stil der englischen Gartenkunst anlegen. Zwischen 1781 und 1791 wurden zahlreiche Schmuckelemente (sogenannte Staffagen), wie Denkmäler für Zeitgenossen, Tempel, Altäre, Ruheplätze, Pavillons und grabähnliche Inszenierungen errichtet. Um 1800 bildete dieser Naturraum bereits den Rahmen für musikalische Darbietungen und Theateraufführungen. Nach1835 war das Alles in Vergessenheit geraten, verrottete und wurde beschädigt.

Bis 1981 – als Ergebnis einer gemeinsamen Diplomarbeit von Landschaftsarchitektinnen der TU Dresden – ein „Empfindsamer Gedächtnisverein
zur Hebung des Talgedankens“ gegründet wurde. Seit 2006 ist der Landschaftsgarten Bestandteil des Europäischen Schutzgebietes Natura 2000 und
unterliegt strengen natur- und vogelschutzrechtlichen Bestimmungen.

Bei unserer Wanderung sahen wir einige der Staffagen, wie z. B. „Lauras Denkmal“,
Denkmal „Den freundlichen Pflegern des Tales“ und Denkmal „Dem Sänger des Tales“. Wir überquerten mehrere Male den Fluss über schöne Holzbrücken und alte Steinbrücken. Wir sahen verschiedene ehemalige Mühlen, z. T. heute privat genutzt oder schon nicht mehr vorhanden, wie die Kunathmühle. Ab 12 Uhr, bekamen wir in der „Marienmühle“ unsere 22 verschiedenen vorbestellten Speisen serviert. Gestärkt ging es weiter, vorbei an der Sängerwiese, über den verschneiten Hangweg und den Rödersteig nach Grünberg, wo das Tal für uns endete, aber unser Ziel: Bahnhof Hermsdorf war noch nicht erreicht.

Durch das sehr gute Zusammenwirken aller Wanderer wurden versperrte Wege geöffnet und die großen Bögen zum Hermsdorfer Schlosspark zügig durchwandert.

Wir erreichten pünktlich den Bahnhof (Rückfahrt: 16:17 Uhr) und eine erlebnisreiche Tour ging zu Ende.

Ein besonderes Dankeschön an unsere Nachbarin, Inge Schlüter, für ihre Mitarbeit.

Das Feedback der Wanderer zeigt, dass Einige, dieses wunderschöne Tal, vielleicht zu einer anderen Jahreszeit, mindestens noch einmal besuchen werden.

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